Jürgen Mai  
"Die Panorama-Kamera ist für mich der Schlüssel zur Erfüllung von Seherlebnissen", betont der Photograph
Jürgen Mai.

Er hat sich seit über zehn Jahren auf 380-Grad-Panorama-Photographie spezialisiert und sich für seine horizonterweiternden Aufnahmen intensiv mit der Technik, den Möglichkeiten und der speziellen Ästhetik der Rundum-Photographie befasst. Jürgen Mai verwendet eine Seitz-Roundshot 47/70.

Jürgen Mai wurde 1968 in Bensheim a. d. Bergstraße geboren. Mit 15 Jahren entdeckte er die Photographie für sich. 1990 begann er ein Studium für Kommunikations-
design mit dem Schwerpunkt Photographie an der Hochschule Darmstadt im Fachbereich Gestaltung und schloss 1996 mit Diplom bei Prof. Gerhard Schneider ab.
Jürgen Mai

1994 erhielt er das Angebot, für die Firma "Panorama-Pictures" mit einer Roundshot-
Kamera Panorama-Aufnahmen durchzuführen. Fasziniert von den gestalterischen Möglichkeiten, entwickelt er seit 1994 seinen eigenen Stil der 380-Grad-Panorama-Photographie. Jürgen Mai hat sich als erster Photograph auf dieses ungewöhnliche Format spezialisiert und ist in den Bereichen Stadtbild, Landschaft, Porträt und Sport tätig. Wie keine andere Form der Photographie, vermag es der von Jürgen Mai selbst entwickelte Stil des 380-Grad-Panoramas, Aktion und Reaktion in einem Bild einzufangen.

Durch die zusätzlichen zwanzig Grad, die Mai einer 360-Grad-Rundumsicht hinzufügt, überlappen sich die Bildränder. In dieser Verdoppelung von Teilen des Motivs wird der Anfangs- und Endpunkt der Aufnahme im Bild sichtbar. Der rechte Bildrand zeigt die Veränderungen des Motivs, die während der Aufnahme statt gefunden haben: Menschen haben sich bewegt, das Licht hat sich verändert, die Dinge im Raum sind verschoben... Die Kreisbewegung der Roundshot-Aufnahme bringt so die Dimension der Zeit in die Darstellung des Raumes ein. Es sind ungewöhnliche und überraschende Zeit-Raum-Bilder, mit denen Jürgen Mais Panoramen ihre Betrachter konfrontieren.

Das technische Prinzip der Roundshot-Aufnahme ist einfach zu verstehen. Ein Objektiv im Drehpunkt der Rotationskamera bildet das Motiv auf einer zylinderförmigen Bildebene ab. Während der Drehung um den Mittelpunkt wird der Film von einer Spule über eine feststehende, kreisförmige Führung ab- und synchron auf eine zweite Spule aufgewickelt. Abhängig von der Belichtungszeit zwischen 1/250 sek. und 4 sek., benötigt die Kamera für eine ganze Umdrehung zwischen einer Sekunde und 16 Minuten. Der maximale Aufnahmewinkel wird nur durch die Länge des Filmmaterials begrenzt. So sind selbst Panoramen mit 1080° möglich, wenn sich die Kamera drei mal um die eigene Achse dreht. Blende, Belichtungszeit und Neigungswinkel werden direkt an der Kamera eingestellt. Eine Entfernungseinstellung gibt es nicht. Durch die kurze Brennweite des Objektivs erhält das Motiv bei offener Blende 5,6 ab drei Meter die Tiefenschärfe und bei geschlossener Blende (32) sogar ab einem Meter. Die Stromversorgung stammt von einem externen Akku und das Gewicht der Ausrüstung beträgt ca. 10 Kilogramm.


2006 Ausstellung bei Lufthansa Systems

2006 "Nacht der Museen" in Frankfurt am Main. Einzelausstellung auf 1000 qm im obersten Stock des Westhafentower.

2005
Kunsthalle Mannheim zu den Internationalen Fototagen Mannheim/Ludwigshafen. Aus der Sammlung Bernhard Wipfler wurden fünf Werke des Künstlers in einer Größe bis 4 Meter Breite ausgestellt .

2005 Ausstellung bei [Lufthansa Technical Training]

2005 Ausstellung bei dem Unternehmen [Ciber-Novasoft]

2004
Präsentation von sechs Panoramen auf Leinwand in der Größe 5 x 1 Meter und 2,5 x 0,5 Meter in der Boehringer Kunstoase. Auf dem 45. Kongress der Deutschen Gesellschaft der Pneumologie. Unterstützt durch das internationale Unternehmen Boehringer Ingelheim.

[QT-Movie] [Pressetext]

2002
Ausstellung in der "Galerie Unterwegs" im Rahmen der "Langen Nacht der offenen Museen" in Heidelberg. Präsentation eines 5940°-Panoramabildes mit einer Länge von 31 Metern. Es zeigt eine 25 Minutensequenz des Heidelberger Bismarckplatzes in 16,5 Umdrehungen.

[Panorama 5060°] [Review]

1998
Ausstellung des 380º-Projekts "LaGomera" durch "Obra social y Cultural - Caja Canarias" in Santa Cruz / Teneriffa

1997
Deutscher Kulturpreis im Deutschen Plakat Grand Prix 1998 im Bereich Verkehrsmittelwerbung vom Fachverband für Außenwerbung e.V. und der Eurofachpresse Verlag GmbH durch Realisierung einer vollflächig beklebten Straßenbahn mit dem 380°-Panorama-Motiv "Mathildenhöhe Darmstadt" (1997-2002)

[Review]

1997
Auftragsarbeit zur Ausstellung "Architektur der fünfziger Jahre" in der Kunsthalle Darmstadt. Präsentation des Motivs "Darmstädter Steubenplatz" in Form einer 360°-Panorama-Rotunde mit 8 Meter Durchmesser.

[Panorama]

1997-1998
Ausstellung ausgewählter 380°-Panorama-Fotografien beim "4. Internationalen Agfa Fotopreis für jungen Bildjournalismus" (Wanderausstellung u. a. in Herten, Leverkusen und Köln)

1997
Ausstellung von sechs 380º-Panoramaarbeiten im Museum für Kunst und Gewerbe in Hamburg. (Beurteilung durch Reinhard-Wolf-Preis: "sehenswert" )

1991-2002 Fotostudio "Mai und Riedel"

1990-1996
Studium im Fachbereich Kommunikationsdesign mit dem Schwerpunkt Fotografie Diplom bei Prof. Dr. Gerhard Schneider Thema: "380°-Panorama-Fotografie". Titel: "Zeit-Raum-Bilder - Frankfurt in Panorama"

Spezialthemen sind: Rundumfotografie 360°, camera obscura und 3D-Fotografie

1983 Entdeckung der Fotografie

1968 Jürgen Josef Mai wird in Bensheim a. d. Bergstraße geboren